Hohenzollern Senioren

Beiträge vom März 2009

Nützliche Weblinks für Hochwassergeschädigte und solche die es nicht werden wollen

März 31, 2009 · Kommentar schreiben

Zuerst noch einmal vielen Dank von mir und Frau Kämpf an alle, die sich an unseren Diskusionsrunden zur Hochwasserinformation beteiligt haben. Die Diskussion hat gezeigt, dass es viele unbeantwortete Fragen gibt, insbesondere dazu, was man tun kann um sich vor Hochwasser zu schützen und welche Produkte und spezialisierten Handwerksbetriebe es gibt. Dank meiner 3 -jährigen Forschung zu Hochwasserinformationen im Internet kann ich Ihnen einige Links als Tipp geben, die teils sehr hilfreich sein können:

Die BI Köln Rodenkirchen ist aus einem älteren Post ja schon bekannt. Sie ist ein wesentlicher Grund dafür, dass die hochwassergefährdetste Stadt Europas heute auch Vorbild ist für Hochwasserschutz einer Kommune und Zusammenarbeit innerhalb vonBehörden und zwischen Behörden und Betroffenen. Auf ihrer Website mit dem einfachen Namen Hochwasser.de finden Betroffene sehr nützliche Links zu Handwerkern, Firmen und Produkten zum Hochwasserschutz für Private und Unternehmer im Branchenverzeichnis.

www.Hochwasser.de

Der Niederösterreischiche Zivilschutzverband gibt ebenfalls einige Tipps zur Vor- und Nachsorge, auch zu Erdbeben:

www.noezsv.at/wastun/hochwasser/hochwasser.htm

http://www.noezsv.at/wastun.htm (Verhalten bei Katastrophen)

Deutlich mehr und interessanteres finden sie auf englischen Seiten:

Ausführliche Informationen mit Beispielfotos finden Sie bei Ciria

www.ciria.org.uk/flooding/?lang=_e (Wiederherstellung von Häusern nach Überflutung)

Das Floodforum ist eine Hilfsorganisation von Betroffenen für Betroffene (Hochwasserschutz und Massnahmen nach Hochwasser)

www.floodforum.org.uk

Die für zentrale Hochwasser-verantwortliche Behörde in England und Wales ist die environment agency (SEPA in Schottland). Sie bietet ein landesweites Hochwassertelefon mit ausführlichen Informationen und automatischer Warnung mit 24/7 Service nicht nur zu Hochwasserzeiten an und macht eindrücklich Werbung zur Hochwasservorsorge in etlichen Medien. Beneidenswert. Zur Vorbereitung für Hochwasser gibt es hier zum Beispiel:

Checkliste für Unternehmer

www.environment-agency.gov.uk/business/topics/flooding/32358.aspx

Infos vor dem Hochwasser – was ist zu tun wenn das Hochwasser kommt

www.environment-agency.gov.uk/homeandleisure/floods/31640.aspx

Infos während dem Hochwasser – Wasserstandsmeldungen, Hilfsorganisationen, Meldungen

www.environment-agency.gov.uk/homeandleisure/floods/31632.aspx

Infos nach dem Hochwasser – zurück ins Haus – Aufräumen – Reparieren

www.environment-agency.gov.uk/homeandleisure/floods/31630.aspx

kleine, kompakte Führer für das verhalten vor, während und nach einer Überschwemmung  (auch zum Ausdrucken)

www.environment-agency.gov.uk/homeandleisure/floods/38325.aspx

kurzfristige Massnahmen zum Schutz vor Hochwasser

www.environment-agency.gov.uk/homeandleisure/floods/31644.aspx

nützliche Links

www.environment-agency.gov.uk/homeandleisure/floods/38327.aspx

und vieles mehr auf der Hochwasser Homepage

www.environment-agency.gov.uk/homeandleisure/floods/default.aspx

Und zum Schluss können Sie beweisen, was sie können und wie gut sie als Hochwassermanager wären. Dies ist ein sehr lehrreiches Spiel der UN/ISDR für den Gebrauch in Schulen.

www.stopdisastersgame.org/en/home.html

Kategorien: Überschwemmung

Hochwasserschutzmauer als Ersatz für Kanalisation

März 23, 2009 · Kommentar schreiben

Immer wieder kommt es vor, dass Gemeinden Bauplätze mit „Überschwemmungsgarantie“ an Ortsfremde verkaufen,  geplante Kanalisationsbauten unterlassen oder durch mangelnde Wartung die Kanalisation funktionsunfähig werden lassen. Gemeinden und Land haben sich durch Gesetze so abgesichert, dass sie bei Schäden nicht haftbar gemacht werden können. In Gärtingen-Rohrau hat es eine Hausbesitzerin offensichtlich durch Hartnäckigkeit trotzdem geschafft, dass die Gemeinde eine etwa 50 cm hohe und 30 m lange Hochwasserschutzmauer entlang ihrer Grundstückgrenze (Stuttgarter Zeitung Nr. 66 vom 20.3.2009) auf eigene Kosten und sogar auf städtischem Grund errichtet hat.  Bei starkem Regen wurde die an das Grundstück angrenzende Streuobstwiese immer wieder überschwemmt und das Wasser lief in die Keller der Anrainer.  Der eigentlich dafür vorgesehene Abwasserkanal hat nie funktioniert. Offensichtlich muss man den Gemeinden nur genügend Ärger machen, um versprochenen Hochwasserschutz auch zu bekommen. Ironie des Schicksals: die anderen Anrainer haben ihre Hochwasserschutzmauern selbst bezahlt und sind jetzt natürlich sauer. Hier gilt eben auch: wer sich nicht wehrt hat schon verloren!

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Hochwasserschutz – Kellerfenster oder Kellerschacht sichern

März 18, 2009 · Kommentar schreiben

Häufig reicht es aus bei Gefahr durch Oberflächenwasser die Kellerfenster gegen Wassereinbruch zu sichern. Die ideale Lösung sind sicher professionelle hochwasserdichte Fenster (z.B. Neptun Outside der Firmal Alpina), die etwa 500 € für ein typisches Kellerfenster kosten, dazu kommen die Einbaukosten.  Diese Kellerfenster müssen aber bei Hochwasser von Hand verschlossen werden. Man kann Kellerfenster aber auch mit automatisch schließenden Kellerfenster abdichten – das ist dann noch etwas teurer. Einfacher ist es den Kellerschacht abzudecken, indem der übliche Kellerrost durch eine hochwassersichere Abdeckung ersetzt wird (z.B.  mit Glasbausteinen) . Achtung die Elementarschdenversicherung fordert, dass Lichtschächte 10 cm höher als die Umgebungf sind. Das ist häufig bei Terrrassen usw nicht der Fall – das kann zu Problemen mit dem Versicherungsschutz führen!

Man kann sich eine elegante Hochwassersicherung für den Kellerschacht auch selbst bauen aus einer Plexiglasscheibe (> 10 mm Dicke) aus dem Baumarkt oder vom Fachversand, auf die man am Rand eine magnetische Dichtung klebt.  Die Scheibe wird bei einer typischen Rostgröße dann mit 20 – 30 kg am eisernen Rostrahmen festgehalten, was für eine gute Dichtung sorgt. Der Rostrahmen muss aber wasserdicht eingebaut sein – eventuell mit wetterfestem Silikon abdichten. Beim Selbstbau kommt man etwa auf Kosten von 50 – 60 € pro Fenster. Hat der Kellerschicht keinen eisernen Rahmen, kann man sich einen einen passenden Rahmen aus Bandstahl anfertigen lassen und fest auf dem Rand des Lichtschacht oder auch vor dem Kellerfenster montieren.

Achtung: Heizung bei abgedichteten Fenstern abschalten oder für ausreichende Lüftung im Haus sorgen!

Häufig liegen ältere Lichtschächte auch nicht wasserdicht am Haus an.

Lichtschacht Keller

Lichtschacht Keller

Den Spalt zwischen Wand und Lichtschacht kann man Beton ausgießen, mit Montageschaum  und bei kleineren Spalten mit Silicon abdichten. Alle Hochwasserschutzsysteme sollten aber einmal im Jahr vor der Gewitter- und Übreschwemmungssaison überprüft werden.

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eMail zur Kommunikation mit der Versicherung – Ausprobieren

März 18, 2009 · Kommentar schreiben

Ab 1.1.2009 sind die Versicherungen per Versicherungsgesetz verpflichtet eMail von Versicherten zu akzeptieren. Selbst meine SV Versicherung hat jetzt einen Brief geschickt, dass ab sofort eMail akzeptiert wird – und dies noch als großen Schritt dargestellt (im Juni 2008 hat man auf eMail noch nicht eantwortet). Typisch muss man aber die Schadensmeldung über ein Online Formular machen (Beispiel SV Versicherung Schadenmeldung) und sollte hierzu den Leitfaden Hochwasser- und Überschwemmungsschäden möglichst schon vor dem Abschluss der Versicherung lesen.  Wenn die Versicherung das Formular  erhalten hat, wird sie sich (laut Aussage der SV Versicherung) umgehend mit dem Versicherungsnehmer in Verbindung setzen. Dabei bleibt aber offen was umgehend heißt! Hier gilt die Regel die man bei wichtiger Kommunikation mit Webformularen beachten sollte.

Vor dem Abschicken des Formulars eine Kopie machen, Uhrzeit und Datum dokumentieren und möglichst einen Zeugen hinzuziehen, der die Kopie auch unterschreibt. Damit ist man in einem Streitfall mit der Versicherung in guter Position. Es empfiehlt sich, die eMail Kommunikation mit der Versicherung mit einer einfachen Anfrage auszuprobieren, ob das reibungslos funktioniert und wie lange die Versicherung für eine Antwort braucht.

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Kein Versicherungsschutz bei Hochwasser durch Rückstau

März 15, 2009 · Kommentar schreiben

Bei den in unserer Region dominierenden Hochwassern durch starke Regenfälle, kommt es häufig zu Überflutung von Kellerräumen durch Rückstau in der Kanalisation. Das kann durchaus auch bei Häusern passieren, die am Hang liegen, wenn die Abwasserkanäle überlastet werden. Eher selten sind Fälle wie in Holzgerlingen, bei dem an einem steilen Hang liegenden Haus vom Keller bis zum 1. Stock durch eine Fontäne aus der Abwasserleitung überschwemmt wurde. Da heute meist die Heizung und die Elektroinstallation im Keller liegen, können die Schäden auch bei nicht ausgebauten Kellerräumen schnell über 10 000 € liegen. Schäden durch Rückstau sind in der üblichen Elementarschaden-Versicherung nicht abgedeckt. Das merkt man u.a. daran, dass der Gutachter bei einem Hochwasserschaden zuerst prüft, ob der Schaden durch Oberflächenwasser oder durch Rückstau verursacht wurde. (Der Hausbesitzer in Holzgerlingen hatte Glück im Unglück, da das Rückstauwasser durch die Fenster und Türen eindrang!).  Deshalb lohnt sich der fachgerechte Einbau einer Rückstauklappe, wenn in der Vergangenheit Überschwemmung durch Rückstau im eigenen Haus oder bei Nachbarn aufgetreten sind. Eine moderne Rückstauklappe sperrt automatisch, wenn Wasser von außen ins Haus drückt. Es empfiehlt sich aber, die Rückstauklappe von Hand zu schließen z.B. in der Periode der heftigen Gewitter (In unserer Region Mitte Jjuni bis Mitte August) oder wenn das Haus längere Zeit leer steht.

Beim Hochwasser in Hechingen, gab es auch Fälle bei denen Wasser aus der Kanalisation an Schwachstellen in der Kellerwand eintrat, wenn z.B. neue Gas- oder Telefonleitungen verlegt wurden und die Anschlussstellen nur auf der Innenseite des Hauses mit etwas Gips geschlossen wurden.  Auch in solchen Fällen zahlt die Elementarschadenversicherung nicht, da dies als Baufehler gewertet wird.

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