Hohenzollern Senioren

Beiträge vom Juli 2008

Notfallplan für Hochwasser

Juli 31, 2008 · Kommentar schreiben

Hochwasser treten in den meisten Gemeinden nur selten auf, sodaß die meisten Gemeinden allenfalls einen Notfall Plan für die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Technischem Hilfsdient, Polizei usw haben. Die Bevölkerung wird aber nicht in die Notfallpläne eingebunden. Beim Jahrhunderthochwasser im Killertal und Hechingen dauerte es z.B. in Hechingen mehr als zwei Stunden von den ersten schweren Regenfällen bis zu den massiven Überschwemmungen im Stadtgebiet. Da wäre viel Zeit gewesen, bestimmte Vorsorgemaßnahmen zu treffen und die Bevölkerung zu warnen. Einen geradezu vorbildlich ist der Hochwasser Notfallplan der Gemeinde Rodenkirchen , der mit Hilfe einer Bürgerinitiative einen Notfallplan auch für die Bürger erstellt hat. Da könnten viele Gemeinden sich ein Beispiel nehmen. Wichtig ist es auch, den technischen Zustand der Kanalisation z.B. nach einem Hochwasser zu hinterfragen. In der Gemeinde Jungingen wurde nach dem schweren Hochwasser eine Begehung des Ortes mit Bürgermeister und Baudezernent gemacht. Dabei hatten die Bürger die Möglichkeit sich über technische Details wie z.B. Rohrquerschnitte der Kanalisation in verschiedenen Bereichen der Gemeinde zu informieren, und notwendige Verbesserung einzufordern. Die meisten Gemeindeverwaltungen halten aber Details der Kanalisation bewußt zurück, um mangelhafte Wartung, Fehlplanung und mögliche Fehler bei der Erschließung von neuen Baugebieten nicht ans Licht der Öffentlichkeit kommen zu lassen. Hier helfen nur Bürgerinitiativen der vom Hochwasser Betroffenen.

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Unwetter Warnsystem – so funktioniert’s

Juli 23, 2008 · Kommentar schreiben

Nachdem in Deutschland keine vernünftigen Unwetterwarnsysteme  existieren, habe ich mal ein kleines Beispiel zusammengestellt und der betroffenen Gemeinde Hechingen zum Ausprobieren zur Verfügung gestellt. Da z.B Hochwasser doch recht selten auftritt,  muss ein Warnsystem extrem billig sein – vor allem solange es nicht gebraucht wird. Das kann man heute aber mit „Software as Service“ ganz einfach erreichen. Das Hochwasser Meldesystem Starzel verwendet SMS sowohl zur Unwettermeldung als auch zur Benachrichtigung der Bevölkerung in sehr kleinen Gebieten (ähnlich wie das Hagelwarnsystem für Landwirte des DWD und Raiffeisen Portal) . Wie zu erwarten führt das bei den schwäbischen Behörden zur Angststarre – da Behörden ja dazu da sind, die Steuern der Bürger auszugeben. Kein Wunder ist doch Baden-Württemberg nur mit dem  Bestatterweblog in der Web 2.0 Hitliste vertreten – dafür braucht man ja keine Hochwasser Warnung.

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Heizöl bei Überschwemmung

Juli 21, 2008 · Kommentar schreiben

Nach der Überschwemmung in Hechingen wurden zum Teil Keller total überschwemmt und Heizungen oder Kellertanks zerstört, sodaß mehr oder weniger Heizöl austrat. Beim Auspumpen kurz nach der Katastrophe war die Feuerwehr zum Glück wenig zimperlich – zumindest das ganz leicht mit Heizöl verschmutzte Wasser wurde einfach in den Bach gepumpt. Ein älteres Ehepaar ließ den Keller von einer „Fachfirma“ auspumpen, die das Auspumpen von ölverseuchtem Wasser in Rechnung stellte (das ist natürlich wesentlich teurer als das Abpumpen von Wasser!). Die Versicherung hat sich danach geweigert für die Schäden aufzukommen, da zwar eine Elemtarschadenversicherung aber keine Heizölversicherung abgeschlossen wurde. Kam das Heizöl im Keller aus den eigenen Öltanks, dann ist die Lage rechtlich ziemlich klar. Kam das Heizöl aber mit dem Hochwasser, wird es rechtlich ziemlich schwierig, weil man theoretisch den Verursacher finden und verklagen müsste. Selbst wenn man einen Nachbarn als Verursacher identifizieren kann, wird das Einklagen der Schäden nicht einfach sein. Andererseits wird man ja wohl keine Heizölversicherung abschließen wenn man gar nicht mit Heizöl heizt.

Auf alle Fälle ist die Sanierung eines Hauses, in dem Heizoel ausgetreten ist oder eingeschwemmt wurde, extrem teuer und kann sich monatelang hinziehen. Vielfach wird man den Heizölgeruch jahrelang nicht los. Als Vorsichtsmaßnahme sollte man Heizöltanks im Keller so sichern, dass sie bei einer Überschwemmung nicht aufschwimmen oder losgerissen werden können. Die Zuleitungen zu der Heizung sollten so verlegt werden, dass beim Abreißen der Zuleitung minimal Öl austritt.

Kategorien: Überschwemmung
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Überschwemmung im Keller vermeiden – Abwasserhebeanlage

Juli 21, 2008 · Kommentar schreiben

Die häufigste und unangenehmste Überschwemmung im Keller wird durch Rückstau in der Kanalisation verursacht. Dagegen kann man sich durch eine Rückstauklappe oder durch eine Abwasserhebeanlage absichern. Eine solche Anlage ist BxLxH = 50 cm groß und wird im Kellerboden installiert. Abwasser und Fäkalien werden in der Regel auf Straßenniveau hochgepumpt und dann in die Kanalisation eingespeist. Damit hat man sich gegen Rückstaus gesichert. Versagt allerdings die Hebeanlage, so hat man ein selbstverursachtes Problem im Keller. Die Abwasserhebeanlage sollte also gut gewartet werden und auch durch den Hausbesitzer leicht zu überprüfen sein.

Abwasser Hebeanlage

Abwasser Hebeanlage

Kategorien: Überschwemmung
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SMS an Senioren ohne Handy (Festnetz)

Juli 3, 2008 · Kommentar schreiben

Obwohl viele Senioren mit dem Handy telefonieren können viele noch nicht mit SMS umgehen. Häufig wird das Handy auch ausgeschaltet, wenn man selbst nicht telefonieren will. Schließlich wird man ja dauernd aufgefordert Strom zu sparen. Inzwischen bieten aber die meisten Telefonanbieter wie z.B. ARCOR, Telekom u.a. einen SMS Dienst im Festnetz an. Verschickt man eine SMS an eine Nummer im Netz, an die kein SMS fähiges Telefon angeschlossen ist, wird die SMS in einen Telefonanruf umgewandelt und der Inhalt der SMS wird vorgelesen. Für Senioren, die häufig mit komplexen Funktionen und vielen kleinen Tasten nicht umgehen können, ist der Umgang mit Sprachnachrichten extrem einfach - man muss nur das Telefon abheben (wer’s nicht richtig verstanden hat, kann sich die Nachricht mehrfach vorlesen lassen!). 

Einfach mal ausprobieren am besten bei einem persönlichen Besuch bei Oma und Opa und erklären wie’s geht!

Diese Funktion kann man natürlich auch dazu benutzen, Senioren über Terminänderungen bei der Pflege, Erinnerungen an fällige Termine, eMail an Benutzer ohne Internetzugang usw einsetzen.  

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Die Versicherung – dein Feind und Helfer

Juli 2, 2008 · Kommentar schreiben

Bei einer Überschwemmung ist der grundsätzliche Ablauf bei der Schadensregulierung für den Hausbesitzer wie folgt:

  1. Der Versicherte meldet den Schaden an seine Versicherung und erhält eine Schadennummer. Dabei prüft die Versicherung ob der Versicherte überhaupt und gegen welche Schäden er im Detail versichert ist.
  2. Die Versicherung benennt einen Sachverständigen, der im Auftrag der Versicherung die Schäden aufnimmt und den Gesamtschaden schätzt.
  3. Der Versicherte beauftragt
    a) eine Gebäudesanierungsfirma die von der Versicherung vorgeschlagen wird
    b) holt selbst Voranschläge für die notwendigen Arbeiten für Reinigung/Trocknung, Elektro, Heizung, Sanitär, Gipser, Maler, Bodenleger usw ein und reicht diese zur Genehmigung beim Sachverständigen der Versicherung ein.
  4. Dder Sachverständige oder Gebäudesanierungsfirma genehmigt die Voranschläge (oder auch nicht)
  5. Der Versicherte bezahlt die Gebäudesanierungsfirma oder reicht ide Hanwerkerechnungen beim Sachverständigen ein und erhält das Geld nach Prüfung von der Versicherung überwiesen. Bei größeren Beträgen gewährt die Versicherung vorab Abschlagszahlungen.

Ansprechpartner bei der Sanierung sind entweder die Gebäudesanierungsfirma oder der von der Versicherung beauftrage Sachverständige.

Ganz wichtig ist, dass bei einer Überschwemmung die Schritte Reinigung und Trocknung möglichst in den ersten drei Tagen erfolgen und die nächsten Schritte dann zügig erfolgen, da sich sonst die Schadensregulierung über Monate hinzieht. Bei einer größeren Überschwemmung sind bei einer großen lokalen Versicherung wie z.B. die SV Versicherung in Baden-Württemberg Tausende von Versicherten betroffen, die gleichzeitig ihre Schäden anmelden wollen.

Hier ein paar persönlich erlebte Bearbeitungszeiten der SV Versicherung:

  1. Schickt man die Schadensmeldung per Brief bekommt man in etwa 2 Wochen eine Antwort. In dieser Zeit haben sich bereits herrliche Schimmel- und Faulgaskulturen in ihrem Haus gebildet.
    Meldet man den Schaden per Internet mit dem Online Formular der Versicherung bekommt man am nächsten Tag eine eMail, dass die Nachricht eingegangen ist. Das war’s dann – es kommt nie mehr eine Reaktion. Also bleibt nur das Telefon ( das bei den meisten nach der Überschwemmung nicht funktioniert). Da ja viele Versicherte anrufen ist das Call Center total überlastet. Es meldet sich eine Computerstimme, die fragt welche Art der Versicherung man abschließen will usw und verlangt die 1, 2, 3 oder 4 zu drücken. Die Schadensmeldung ist als Option nicht dabei. Hier hilft nur, einen beliebigen Knopf zu drücken und in der Warteschleife zu warten, bis sich tatsächlich ein Call Center Mitarbeiter meldet. Dieser hört sich den Fall kurz an und verbindet dann weiter zu einem Sachbearbeiter, der aber überlastet ist, und typisch in der Zeit nach der Übeschwemmung nicht abnimmt. Nach einer gewissen Zeit landet man dann wieder in der Warteschleife. Will man tatsächlich schnell mit den Arbeiten anfangen, sollte man vorher mit irgendeiner Frage zum Versicherungsvertrag einen Sachbearbeiter der Versicherung anrufen und sich dessen Nummer notieren. Im Schadensfall wird man diese brauchen.  Sobald man tatsächlich einen Menschen an der Leitung klappt es erfahrungsgemäß ganz gut. Bei der Überschwemmung in Hechingen hat es zum Teil bis zu 5 Tage gedauert bis eine Schadennummer von der Versicherung  zugeteilt wurde.
  2. Hat man eine Schadennummer so dauert es erfahrungsgemäß etwa drei Tage bis der Sachverständige ins Haus kommt. Dieser wird von der Versicherung bezahlt und versucht natürlich den Schaden so gering wie möglich zu schätzen oder eine Mitschuld des Versicherten festzustellen. Zunächst stellt der Sachverständige fest, wie das Wasser in ihr Haus kam z.B. durch Rückstau, Oberflächenwasser, gebrochene Leitung usw. Ja nachdem wie ihr Versicherungsvertrag aussieht sind alle oder nur manche Schäden versichert. Typische Probleme sind z.B. im Kellerabfluss ist keine Rücklaufsicherung eingebaut oder es existiert kein Wartungsvertrag, der die Funktion garantiert oder die Kelleschächte sind nicht 10 cm über Niveau der Umgebung usw.  Den Schadensbericht erhält die Versicherung – der Geschädigte erhält keine Kopie. Er weiss also nicht, welche Schäden der Schätzer meldet! Sie können ziemlich sicher sein, dass der Schätzer nicht im Sinne des Versicherten schätzt, da er sonst keine Aufträge der Versicherung mehr erhalten wird. Bei großen Schäden lohnt es sich wohl immer einen eigenen Bausachverständigen als Gutachter zu verpflichten. Dieses Gutachten wird aber nicht von der Versicherung bezahlt!  Natürlich kann man mit den Aufräumungsarbeiten nicht warten bis der Schätzer kommt. Man sollte also selbst möglichst alle Schäden nach Abpumpen des Hauses dokumentieren und fotografieren. Zerstörte Geräte wie Heizung, Waschmaschine usw sollte man wenn möglich am Haus lagern bis der Schätzr den Schaden bestätigt.
  3. Nun geht es wieder ans Telefon um die verschiedenen Handwerker ins Haus zu bekommen, um die Schäden zu analysieren und notwendige Arbeiten zu besprechen. Es empfiehlt sich eine Liste mit Handwerkern aus dem Ort aber auch jeweils einen aus der näheren Umgebung rechtzeitig zu erstellen, damit man im Schadensfall rasch handeln kann. Natürlich wird der Handwerker gute, bekannte Kunden bevorzugt bedienen. Bei Elementarschaden wird in der Regel der äquivalente Zustand vor dem Unglück hergestellt. Dies ist aber häufig nicht möglich, da der Handwerker nach geltenden technischen und rechtliche Regeln arbeiten muss. Die Versicherung wird also versuchen, eine Teil der notwendigen Arbeiten als Verbesserungsmaßnahmen zu klassieren, und nicht bezahlen. Zur Ehrenrettung der Versicherungen muss man allerdings feststellen, dass Versicherungsbetrug wohl nach Steuerbetrug und Fussball auf Platz drei der beliebtesten Sportarten in Deutschland liegt und es sicher auch nicht im Sinne der Versicherung ist, wenn nach Schäden Luxus-Reparaturen von der Versicherung bezahlt werden.
  4. Die Koordination der Arbeiten und der tägliche Kampf mit Handwerkern und dem Sachverständigen der Versicherung wird ihre Tage für die nächsten Wochen ausfüllen. Wer es sich leisten kann, sollte bei größeren Schäden einen Bausachverständigen als Bauleiter und einen Juristen engagieren. Ältere Personen mit Herzinfarktrisiko ist vor diesen Verhandlungen dringend abzuraten!
  5. Da sich die Reperaturkosten selbst bei einem mittleren Einfamilienhaus schnell auf 20 000 € summieren können, brauchen Sie eventuell einen Zwischenkredit, den die Banken zur Zeit etwa mit 5% als Sonderangebot für die Geschädigten anbieten.  Wesentlich günstiger ist es, eine Abschlagszahlung von der Versicherung zu fordern sobald der Schaden geschätzt ist. Rechnen Sie damit, dass Sie neben der Eigenbeteiligung auf etwa 20% der Reparaturkosten sitzen bleiben. Eventuell lohnt es sich auch geplante Renovierungen oder Verbesserungen auf eigene Rechnung mitmachen zu lassen, wenn die Handwerker sowieso schon im Haus sind. Hierfür sollte man sich aber seperate Angebote von den Handwerkern erstellen lassen.
  6. Beim Unwetter in Hechingen haben die meisten Versicherungen die Schäden meist unbürokratisch bezahlt – Probleme gab es meist nur bei der Organisation und Abwicklung der Sanierung (auch wenn   eine Gebäudesanierungsfirma von der Versicherung beauftragt wird).

Kategorien: Gesundheit · Überschwemmung
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Unwetterwarnsystem der Gemeinde Schwallungen

Juli 2, 2008 · Kommentar schreiben

Alle wollen das Klima schützen – und wer schützt uns vor dem Klima?

Die Gemeinde Schwallungen hat ein vorbildliches Unwetterfrühwarnsystem eingerichtet. Die detaillierten Daten (Beispiel)kommen vom kommerziellen Unwetterwarndienst von Jörg Kachelmann http://www.unwetterzentrale.de/uwz/index.html. Detaillierte Unwetterinformationen für einen bestimmten Ort erhält der Benutzer von der Unwetterzentrale nur gegen Bezahlung. Diese wird in Baden-Württemberg von der SV Versicherung für ihre Kunden z.B. die Gemeinden übernommen (warum macht man damit nicht mehr Reklame?). In Schwallungen übernimmt die Feuerwehr die Warnung an die Bevölkerung über ihre Online Website (aufs Handy wäre wohl noch besser) und zwar zielgerichtet für die Teilorte der Gemeinde. Die Gemeinde Schwallungen hat auch ein vorbildliches Frühwarnsystem für Hochwasser eingerichtet. Die Spezialisten der Feuerwehr werden dabei u.a. mit SMS Meldungen auf krirische Pegelstände aufmerksam gemacht.

Die Benachrichtigung der Bevölkerung über Internet ist speziell für ältere Mitbürger nicht ideal. Das Verfahren könnte aber jederzeit mit Benachrichtigung über Handy und Telefon zumindest für Unwetter der höchsten Gefahtenstufe erweitert werden. Warum können ander Gemeinden die Lösung von Schallungen nicht einfach übernehmen und so ihre Bürger besser vor Unwettern schützen?

Kategorien: Überschwemmung
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