Ein Jahrhundert Regen hat im hohenzollerischen Killertal und im weiteren Verlauf des Flusses Starzel ein Hochwasser (Bilder) verursacht, wie es seit Menschengedenken nicht mehr regisitriert wurde. Wahrscheinlich sind solche Unwetter Vorboten der Klimaveränderung, die speziell am Rand der Berge Unwetter von bisher nicht gekanntem Ausmaß auslöst. Nun ist es für junge Menschen schlimm genug, wenn durch ein Hochwasser ihre Häuser überflutet werden – für ältere Menschen ist es eine Katastrophe. Bezeichnenderweise verloren drei ältere Menchen ihr Leben bei dem Unwetter, weil sie nicht wussten, wie man sich in einer solchen Situation verhalten soll und rechtzeitig keine Katastrophenmeldung, die auch Ältere erreicht, erfolgte. Schlimm wurde auch ältere Mitbürger getroffen, die schon seit 50 Jahren in ihren Häusern ohne Überschwemmung gelebt haben und die keine Verwandten haben oder deren Kinder weit entfernt wohnen. Man macht sich keine Vorstellung wie es in einem Haus aussieht, in dem der Keller total und das Erdgeschoss einen Meter mit Schlammwasser überflutet wird. Ganz toll waren allerdings die Rettungsdienste von Feuerwehr und technischem Hilfswerk. Spontan haben sich viele Mitbürger, die nicht betroffen waren zur Hilfe gemeldet. Darunter waren auch viele Jugendliche, die tagelang unentgeltlich geholfen haben. Jedes Gemeinderatsmitglied und jeder Landtagsabgeordnete, der mal wieder die Mittel für Feuerwehr und Katastrophendienst kürzen will, sollte sich überlegen, wie man auch solche Katastrophen und nicht nur das tägliche Geschäft mit Mannschaften und Gerät bewältigen kann.
Weniger gut ist die Organisation bei der Versicherung. Es ist praktisch unmöglich über die üblichen Service Call-Center Nummer einen kompetenten Sachbearbeiter ans Telefon zu bekommen, der wirklich Bescheid weiß. Das ist der Fluch der Privatisierung der früher Württembergischen Gebäudeversicherung. Dass es auch anders geht, zeigen die oft geschmähten Behörden bei Stadt und Land – der Service ist und der Einsatz der Mitarbeiter ist mehr als vorbildlich.
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